Montag, 20. Juli 2015

Tag 2 - Eine Hand voll Glück mehr

Unser erster Morgen in Irland bricht an. Die Nacht war recht kurz und wir sind noch ein wenig müde, aber das gute Frühstück im Sheldon's bringt uns recht schnell wieder auf Trab. Nach unserer Stärkung, machen wir uns mit der örtlichen Straßenbahn, die uns noch recht neu erscheint, was womöglich auch erklären könnte wieso sie nur zwei Linien hat, auf in die City.

Die Luas - Dublins Tram
Nachdem wir uns im Spar Markt (ja der Spar den wir in Deutschland haben), welcher hier an jeder Ecke eine Filiale zu haben scheint, mit ein paar Snacks eingedeckt haben, geht es direkt zum Trinity College.

Der Eingang des Trinity College

Das Trinity College Dublin wurde 1592 von Königin Elisabeth I. gegründet und zählt rund 16.000 Studenten. Neben vielen anderen bekannten Persönlichkeiten studierten hier auch Oscar Wild, Bram Stoker, Samuel Beckett und unter den Lehrkräften der Einrichtung befand sich beispielsweise der Physiker Erwin Schrödinger, welcher bei vielen für sein Gedankenexperiment mit besagter Schrödingers Katze, bekannt ist. 
Neben den gotischen Bauwerken der Universität haben wir hier die Möglichkeit das berühmte Book of Kells zu besichtigen, dieses Buch, welches wahrscheinlich aus dem 8. Jahrhundert stammt, gilt als überragendes Beispiel der Buchmalerei und wurde im Jahr 2011 zum Weltdokumentenerbe erklärt (leider waren Fotos hier nicht gestattet). Außerdem hat das Trinity den so genannten "Long Room" zu bieten. Der Long Room ist eine knapp 65 Meter lange Bibliothek deren Sammlung um die 4,5 Millionen Bände beherbergt und somit die größte Bibliothek des Landes ist. Im Long Room kann man etwa 200.000 Bücher in alten Bindungen bestaunen, abgerundet wird das Bild von Büsten einiger der klügsten Köpfe der vergangenen Jahrhunderte und der Ältesten Harfe Irlands.

Eines der schönen gotischen Bauwerke auf dem Campus

Ein Blick in den Mittelgang des "Long Room"

Und ein Seitenblick in die Abteilungen
der beeindruckenden Bibliothek

Die älteste erhaltene Harfe Irlands

Ein direkter Einblick in eine der Abteilungen
Als nächstes gönnen wir uns eine Stärkung in einem Pub, ganz unkompliziert mit hauseigenen Pommes und Burgern. Dann geht es weiter zur Guinness Brauerei von der wir jedoch leider auf Grund langer Wartezeiten unverrichteter Dinge wieder abziehen.

Der Eingang der Guinnesbrauerei
Unseren nächsten Versuch wagen wir bei der Jameson Destille, doch auch dort sind die Wartezeiten zu den Führungen über eine Stunde lang. Wir entscheiden uns ein paar Souveniers im Shop zu kaufen und machen uns wieder auf den Weg, ohne Führung...

Der Eingang der Jameson Destille
Wir steigen in einen der "Hop on, Hop off" Busse und fahren mit der live vom Busfahrer kommentierten Dublin Docks Tour. Leider bin ich jedoch so müde, dass ich die halbe Tour verschlafe.
Bevor wir uns auf den Weg zurück zum Hotel machen, beschließen wir uns noch ein T-Shirt im Hard Rock Café Dublin zu kaufen. Für einen Drink sind wir auch hier leider nicht an der richtigen Stelle, da durch eine Veranstaltung der halbe Laden nicht geöffnet ist und auch hier die Leute schon mit 45 min geschätzter Wartezeit vertröstet werden. Nun ja, wir haben ja unsere Shirts.

Das Hard Rock Café Dublin

Noch einen Blick nach drinnen.
(Ja, das ist ein Trabant dort an der Decke)
Auch als wir beschließen, auf dem Weg zur Tram noch ein paar Geocaches zu sammeln, sind wir erfolglos. Scheinbar ist uns das Glück heute nicht hold. Wenigstens war das Wetter die meiste Zeit sehr gut. Den Abend lassen wir nun im Hotel ausklingen, denn morgen geht es schon recht früh mit dem Mietwagen auf die Piste.


Kurzes Fazit über die Stadt (für Interessierte):

Wie es scheint hat Dublin seinen Höhepunkt schon vor längerer Zeit gehabt. Goldene Schriftzüge, bröckelige Ornamente und verstaubte Buntglasfenster zeugen davon, dass die Stadt zu ihren Hochzeiten deutlich prunkvoller war. Viele Geschäfte, die sich nicht direkt im Stadtkern befinden, sind schon lange geschlossen und im Allgemeinen sieht man neuere Gebäude hier eher selten. In den meisten Teilen der Hauptstadt erblickt man die vielen ehemaligen Arbeiterhäuser, die sich wie ein Ei dem anderen gleichend aneinander reihen, nur selten sticht mal eines durch frische Sanierung hervor. Ich finde Dublin jedoch keines Wegs hässlich, die Stadt hat einen eigentümlich rustikalen Charme, der mir durchaus gefällt. Dennoch könnte man einiges mehr aus der Hauptstadt Irlands machen. Es scheint wohl, als hätte die Stadt das Geld entweder nicht übrig oder lieber anderweitig investiert, was ja nicht unbedingt schlechter sein muss. Die Menschen hier machen auf mich jedenfalls den Eindruck, sich in ihrer Landeshauptstadt wohl zu fühlen, was wohl die Hauptsache ist.

3 Kommentare:

  1. Die haben die Straßenbahn sicherlich vor eurer Ankunft in Dublin stundenlang geschrubbt ;)
    Diese vielen Bücher *__*
    Vielleicht war ein Cache im Trabant versteckt?

    ... ja....ja... ich schreibe einfach meine Gedanken nieder... ohne Absätze, Kommas und richtigw Grammatik zu beachten :-P Viele Grüße aus Deutschland!

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    1. Ach so, ich bin übrigens Chrissi xD dieser Profilname verwirrt mich selbst

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    2. Ich habe mich natürlich gleich gefragt wer du bist X) schreib ruhig was du denkst!
      In dem Trabbi war laut unserer App kein Cache, aber wir haben das natürlich nicht überprüft, der hing ja auch recht ungünstig.

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