Dienstag, 21. Juli 2015

Tag 3 - In vier Etappen

Etappe 2

Heute beginnt erst unsere richtige Reise durch Irland. Nachdem wir gefrühstückt und aus dem Sheldon Park Hotel ausgecheckt haben, werden wir von einem Herren im Anzug abgeholt und zu Enterprise Rent a Car gebracht. Hier sollen wir unseren Leihwagen für die nächsten 8 Tage bekommen. Dies dauert dann wegen einer ganze Menge Papierkram und einem Missverständnis mit der vorher getätigten Buchung etwas länger als gehofft. Dann aber bekommen wir unser Auto, einen Opel Insignia. Wir haben genug Platz eine Klimaanlage und einiges andere an Schnickschnack. Und natürlich ein Lenkrad auf der rechten Seite. Es dauert einen Moment bis sich Eric in den Linksverkehr eingewöhnt hat, aber dann klappt es doch ganz gut. Wir stellen jedoch fest, dass die Iren ihre Straßen gern in Schlangenlinien bergauf und bergab treiben und diese dermaßen schmal sind, dass wir mehr als einmal nur knapp an unserem Gegenverkehr vorbei fahren. Die Anwohner selbst, sind jedoch recht fix auf diesen Wegen unterwegs und wir hoffen auf ihre Erfahrung während wir uns langsam an die engen Strecken gewöhnen.

Unser erstes Ziel heute ist Bray. Der Besuch dort ist eher eine spontane Entscheidung, denn bei unseren Fehlversuchen ein paar Geocaches in Dublin zu finden, trafen wir ein Ehepaar, die dort wie wir auf der Suche waren. Die beiden erzählten uns, dass sich in Bray der Geocache GC43 befindet, dieser ist der aller erste Geocache der offiziell in Europa gesetzt wurde. Europe's First wurde am 03.06.2000 von Chris O'Byrne platziert und hat somit schon stattliche 15 Jahre auf dem Buckel. Das wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Nach ca. 45 Minuten erreichen wir den Parkplatz am Cliffwalk bei Bray. Der Cliffwalk ist ein Wanderweg, der sich an der Küste Irlands, ganz dicht an der Irish Sea zwischen Bray und Graystones zieht. Die Aussicht hier ist überwältigend schön. Man hat einen guten Blick auf die Küstenstadt Bray und über das Meer. Eine Eisenbahnlinie führt zwischen Wanderweg und Steilküste entlang und hin und wieder kommt sogar ein Zug vorbei. Da wir aber noch einiges vor haben, machen wir uns fix auf und loggen zuerst einen Cache, der zwischen unserem Parkplatz und unserem eigentlichen Ziel dem GC43 und wandern dann bis zu den Ruinen eines ehemaligen Zollpostens an dem wir schnell den Europe's First finden und uns dort verewigen. Nachdem wir nun noch ein paar Bilder gemacht haben, geht es die knapp 1000 Meter zurück zu unserem Opel und weiter nach Enniskerry.

Der Cliffwalk.
Rechts im Hintergrund liegt die Stadt Bray.

GC43 - Europe's First

Powerscourt Gardens bei Enniskerry wurde von National Geographic zum dritt schönsten Garten der Welt gewählt. Das Anwesen ist benannt nach dem normannischen Ritter Eustace le Poer. Die Anlage wurde im Jahre 1730 von Sir Richard Wingfield in Auftrag gegeben. Mitte des 19. Jahrhunderts wurden weitere Ziergärten hinzugefügt. Auf dem 190.000 Quadratmeter großen Gelände am Powerscourt House befinden sich heute unter anderem ein japanischer und ein italienischer Garten, geziert von vielen Statuen von märchenhafter Gestalt, dem Tritonsee am Fuße der Freitreppe die zum Herrenhaus hinauf führt und ein von Kanonen umgebener Aussichtsturm namens "Pepper Pot Tower". Im Herrenhaus befinden sich ein Café und mehrere Geschäfte in denen man Dekoratives und Handwerkliches erstehen kann.

Ein Blick von der Freitreppe

Der Pepper Pot Tower

Der japanische Garten

Das Powerscourt House

Glendalough, hier ist mir nun leider mein Mobiltelefon entglitten, was jetzt ein gebrochenes Display zur Folge hat. Das Gerät hat erstmal gar kein Bild mehr und ich hoffe, dass ich diesen Defekt in den nächsten Tagen irgendwo beheben lassen kann. Solange werde ich auf Ginas Kamera umsteigen müssen.
Der kleine Ort Glendalough besteht nur aus einer Hand voll Häusern, die an den Überresten eines sehr alten Klosters grenzen. Hier stehen nur noch wenige der Feldsteingebäude die einst sicherlich eine stattliche Anlage bildeten. Das auffälligste Gebäude hier ist der Rundturm welcher wohl im Jahre 1066 während der Wikingerinvasionen errichtet wurde um die Heiligtümer des Klosters zu schützen. Umgeben ist dieser von einem Friedhof, wie man ihn aus Gruslefilmen kennt. Schiefe oder gekippte Riesengrabsteine und steinerne Kreuze bedecken das Feld. Das ganze bietet einen wirklich mystischen Anblick. Auch heute werden noch Leute in Glendalough beigesetzt.

Glendalough mit dem Rundturm im Hintergrund

Die Überreste einer Kapelle auf dem Friedhof

Der letzte Ort auf unserer heutigen Fahrt ist die Stadt Wicklow. Dies ist der Verwaltungssitz des gleichnamigen Countys, durch das wir uns schon den ganzen Tag bewegen. Wir kaufen uns für die nächsten Tage ein paar Getränke und Snacks bei einem Lidl Markt und sind erneut etwas überrascht diese Supermarktkette hier vorzufinden. Wicklow selbst bietet wie viele der kleineren Orte, die wir bisher durchquert haben, eine große Anzahl an kleinen Geschäften verschiedener Dienstleistungen und Waren wie sie bei uns immer seltener zu sehen sind. Wir spazieren ein wenig die Einkaufsstraßen entlang, doch als wir ein Handy-Reparaturgeschäft finden ist dieses leider schon geschlossen. Wir essen in einem Restaurant am Hafen und machen uns auf zu unserem Bed and Breakfast Stop dem Ashgrove B&B, das ein wenig außerhalb der Stadt liegt. Die Hausherrin empfängt uns freundlich, wir werden herumgeführt und dann zu unserer Abendruhe entlassen.

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