Samstag, 25. Juli 2015

Tag 7 - The Ring of Kerry

Heute machen wir uns auf eine Rundfahrt auf dem Ring of Kerry, einer 180 km langen Strecke um die Iveragh-Halbinsel. Täglich schieben sich große Autokolonnen die schmale Küstenstraße entlang. Das ist auch der Grund warum Reisebusse den Ring nur gegen den Uhrzeigersinn befahren dürfen. Um uns also unnötigen Verkehrsstress zu ersparen fahren wir auch in der selben Richtung, nur früh genug um vor den Bussen auf der Straße zu sein. So vermeiden wir, hinter ihnen zu fahren oder in der Gegenrichtung im späteren Tagesverlauf diese im Gegenverkehr zu haben.


Die Berge auf der Halbinsel Iveragh
An der Ringstraße sind immer wieder Parkbuchten, an denen es sich lohnt ab und an mal einen Stopp einzulegen und die großartige Küstenlandschaft am Rande des Atlantischen Ozeans zu bestaunen.


Der Atlantische Ozean von einem der Haltepunkte

Unser erster richtiger Halt ist Portmagee, ein beschauliches Fischerdorf an der Westküste der Iveragh-Halbinsel. Von hier gelangt man auch über eine Brücke nach Valentia Island, die ein beliebtes Ziel bei Tauchern und Hobbyfischern ist. Die 3 mal 11 Kilometer große Insel zählt heute trotz mehrerer Ortschaften nur noch weniger als 1000 Bewohner.


Der Hafen in Portmagee

Die Insel Valentia

Ein Ausblick von einer Anhöhe hinter Portmagee

Kurz nach Portmagee geht es steil bergauf und wir halten kurz um die Aussicht zu nutzen und Bilder zu machen. Dann fahren wir wieder abwärts und kommen nach Ballynahow. Hier spazieren wir kurz über den Strand, dessen Felsen aussehen als wären sie aus steinernen Platten zusammengesetzt. Bevor wir weiter fahren, folge ich ein Stück dem Bach zur Heiligen Quelle, die hier ins Meer mündet.


Der felsige Strand von Ballynahow

Eine Vertiefung im Fels

Am Lauf der heiligen Quelle

In Ballinskelligs halten wir erneut und gehen am Strand entlang zum McCarthy Mór Tower House. McCarthy Mór ließ dieses im 16. Jahrhundert erbauen, um die Küste vor Piraten zu schützen. Zum Glück ist gerade Ebbe und wir kommen auf die kleine Landzunge einfach hinüber. Ich habe den Eindruck, dass dies ein super Ort für einen Geocache sein könnte und checke meine App. Ich liege richtig und Eric und ich machen uns auf die Suche. Nach nicht ganz 10 Minuten geben wir jedoch erfolglos auf, um nicht noch mehr Zeit zu vertrödeln.


McCarthy Mór Tower

Ein Blick in den Tower

Wir entscheiden uns einen Stopp in der Stadt Waterville auszulassen und begeben uns weiter Richtung Staigue Fort. Einige Kilometer geht es nun bergauf und bergab und die Straßen sind so dermaßen schmal, dass jeder Gegenverkehr zur kleinen Herausforderung wird. Nach etwa 4 Kilometern haben wir es dann geschafft.
Das Staigue Stone Fort wurde etwa im 2. oder 3. Jahrhundert von einem Landbesitzer, noch vor Einzug des Christentums auf der irischen Insel, zum Schutze seines Hofes oder als Verteidigungsanlage errichtet. Die Anlage ist so positioniert, dass man einen guten Blick aufs Meer hatte, ohne vom Wasser aus gesichtet zu werden. Die Mauern des Fort messen an höchster Stelle bis zu 6 Metern, bei 4 Meter Wandstärke und sind komplett ohne Mörtel erbaut worden. Alle drei erklimmen wir die steinernen Wände und laufen einmal eine Runde auf ihnen entlang und beschauen uns die Gegend, dann geht es weiter auf unserer Tour.


Ein Blick vom Berg am Staigue Fort

Im Inneren des Fort

Ein Blick von der Mauer

Wir folgen noch einige Kilometer der Küstenstraße bis wir das Ende des Ring of Kerry bei Kenmare erreichen.Hier suchen wir uns einen Pub für unser Abendessen, Eric und ich entscheiden uns für Fish and Chips während Gina sich eine Hauseigene Pastavariation bestellt. Jetzt liegen noch knapp 40 Kilometer zwischen uns und Reeks View in dem wir unsere letzte Nacht verbringen, bevor wir morgen Richtung Limerick weiter reisen.


Ein Flusslauf in Kenmare

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